Chronik des Tanzkorps Blaue Jungs
Im Jahr 1949/50 wurde die KG vom Präsidenten und 1.Vorsitzenden Theo Luxem geführt, in Lövenich regierte in diesem Jahr das Dreigestirn Prinz Heinz I. (Heinz Seifert) Bauer Kathi Pesch und Jungfrau Katharina Luxem.
Die Session endete wie üblich mit einem großen Fischessen der KG und war zugleich die Geburtsstunde des Tanzkorps Blaue Jung’s.
Denn während dem traditionellen Fischessen versammelte Georg Weile alle älteren und noch rüstigen Mitglieder der Gesellschaft um sich und studierte auf die Musik „Zuerst das linke Bein und dann das rechte Bein“ einen Tanz ein und überraschte damit dann die Karnevalsgesellschaft.
Damit war die Idee zur Gründung des Tanzkorps geboren.
Zunächst dachte man an die Gründung eines Husarencorps, allerdings gestaltete sich die Uniform als viel zu teuer.
Der nächste Gedanke war dann ein Matrosencorps, gesagt getan wurden dann auch schon die Matrosenhemden von Schlösser’s Getrud aus Betttüchern genäht.
Im selben Jahr bestand das Tanzkorps unter der Einstudierung von Georg Weil, der auch als Kommandant tätig war, seine erste Feuerprobe bei der 11. im 11. Feier in Glessen.
Es konnten 3 Tänze vorgestellt werden, 1.Frei Weg, 2. Unter dem Sternenbanner und 3. Alte Kameraden.
1952-1956
Unter der weiteren Führung der Kommandanten Georg Weil und Fritz Lucas sowie dem Offizier Theo Nolden, aber auch durch die musikalische Unterstützung von den Tanzkorpsmitgliedern Franz Wirtz und Willi Röllgen (Akkordeon), wurde das Tanzkorps eines der besten im Landkreis.
Dies war nur durch den einzigartigen Idealismus und unermüdlichen Fleiß des Korps, seiner Mariechen und Tanzoffiziere möglich.
1953 wurde dann der „Schiffjsungentanz-Seemannsboogie“ einstudiert der noch heute das Publikum in allen Sälen begeistert.
Durch Beziehungen mit dem Kaufhof konnte man Auftritte in der Flora im Mainzer Landtag und in Mönchengladbach absolvieren und das Tanzkorps bekam im Gegenzug Uniformen und Mützen der Marine aus Hamburg gestiftet.
Das Tanzcorps hielt Sommerfeste im Nachtigallental ab und ebenso wurde sich auch beim Kegeln getroffen.
Es war eine harte Zeit denn größten Teils konnte man erst nach 22:30 Uhr mit der Probe beginnen und musste dann früh morgens wieder zur Arbeit.
Um die Schuhe auch weiß zu halten hatte jeder ein Stück Kreide in der Tasche, die Mützen wurden von Elli Kessler gewaschen und die Frauen der Tänzer hatten immer alle Hände voll zu tun um die Uniformen bei der Vielzahl der Auftritte auch sauber zu halten.
Zu den Auftritten fuhr man mit dem eigenen PKW aber das alles konnte die Freude die die Tänzer mit ihren Tänzen verbreiten wollten nicht trüben.
Auf Tanzkorpswettstreiten wurde zweimal der 1. und zweimal der 2. Platz errungen, was das Tanzcorps in seinen Bemühungen bestärkte so weiter zu machen wie bisher.
Es waren schwere Zeiten für alle, aber niemals wurde der Stolz abgelegt in so einem Tanzcorps Mitglied zu sein und es war eine eingeschworene Gemeinschaft immer wurde zusammen gehalten.
1957-1959
Auch in diesem Jahr bewies das Tanzkorps sein tänzerisches Können bei Veranstaltungen und Wettstreiten.
Durch diese Leistung wurde der Namen des Korps und nicht zuletzt der KG weit über die Grenzen des Landkreises getragen.
Von der Gemeinde Lövenich erhielt das Tanzkorps die Genehmigung das Gemeindewappen auf den Uniformen zu tragen, hier sei noch erwähnt das das Tanzcorps von Seiten der Gemeinde immer unterstützt wurde.
Die von Kommandant Georg Weil und Franz Kessler ins Leben gerufenen Ehrenbesuche am Karnevalssonntag, bei verdienten Mitgliedern, später aber auch bei Willy Millowitsch oder Willi Schneider, um nur einige Namen zu nennen, erfreuten sich großer Beliebtheit.
Der bereits als Tänzer in der Gruppe bekannte Dieter Heiser wurde als Tanzoffizier ausgebildet.
1960
Das 11 jährige Bestehen des Korps wurde gebührend gefeiert. Zu dem groß angelegten Tanzkorpstreffen kamen Gratulanten aus Stadt und Land.
Der Kommandant Georg Weil legte sein Amt im Laufe des Jahres nieder und neuer Kommandant wurde Andreas Schneider.
1961-1963
Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte das Tanzkorps wieder Fuß fassen und an die vergangenen Erfolge anknüpfen. Franz Kessler übernahm das Amt des Offiziers und Korpsleiters. Begleitpersonen waren Ernst Wendler und Josef Bungartz.
Höhepunkt für das Tanzkorps war der Auftritt vor dem Kölner Dreigestirn in der Session 1963/64, das zum 60 jährigen Bestehen der KG erschienen war.
1964
In diesem Jahr meldete sich das Tanzkorps zum ersten Mal zu einem internationalen Tanzkorpswettstreit in Bonn an. 400 Aktive, aus 25 Gesellschaften und Korps, aus der Bundesrepublik und den westlichen Nachbarländern beteiligten sich an diesem Turnier.
Das fast Unglaubliche trat ein, denn das Tanzkorps errang mit seinen Mariechen und dem Tanzoffizier den zweiten Platz und den Pokal der Stadt Bonn.
1965/66
Durch diesen Erfolg wurde das Korps eines der Begehrtesten. Auftritte in Stadt und Land, sowie die Verpflichtung durch die Gastspieldirektion Otto Hofner, Köln, brachten das Tanzkorps nach der Dortmunder Westfalenhalle und der Mercatorhalle in Duisburg.
1967
Das 8. internationale Tanzturnier in der Beethovenhalle in Bonn stand auf dem Programm.
Konnte das Tanzkorps den zweiten Platz verteidigen, oder war noch eine Steigerung möglich?
Es wurde geschafft!
Unter dem Jubel der 1000 Besucher belegten die Blauen Jungs mit 49,2 Punkten vor Frankfurt mit 49,1 Punkten den 1.Platz und konnten somit den Dr. Konrad Adenauer Wanderpokal mit nach Lövenich nehmen.
Großen Anteil an diesem Erfolg hatten nicht zuletzt beide Tanzmariechen Brigitte Schiefer und Inge Bosch, ganz besonders aber Tanzoffizier Dieter Heiser, der außer Wertung einstimmig zum besten teilnehmenden Tanzoffizier erklärt wurde und als Sonderpreis eine Armbanduhr erhielt.
Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass der Sieg der Blauen Jungs wie ein Lauffeuer durch Lövenich ging.
Bürgermeister Alfons Nowak erschien um Mitternacht um jedes Korpsmitglied durch Handschlag zu beglückwünschen.
Selbst die Lövenicher Bevölkerung brannte um diese Zeit noch ein Feuerwerk ab.
1968-1970
Ein wahrer Sturmlauf begann.
Bei allen nationalen und internationalen Tanzkorpswettstreiten belegten die Blauen Jungs die ersten Plätze.
Hier einige wenige Beispiele:
Wanderpokal der Sadt Euskirchen (zum 3.Mal, ging in das Eigentum des Korps über)
Goldmedaille der Stadt Mönchengladbach
Wanderpokal vom Landtagspräsidenten John van Nes Ziegler (Wettstreit im Sartory zu Köln)
Beim ersten Europäischen Karnevalstreffen, das im Rahmen des internationalen Grenzlandturniers in Mönchengladbach stattfand, holte sich das Tanzkorps die Tanzmariechen und der Tanzofizier Dieter Heiser je den 1.Preis und den Pokal.
Beim Wettstreit in Borgloon/Belgien wurde der Pokal der Stadt errungen und in Burg Kispenich wurden ebenfalls die ersten Plätze belegt.
Zum zweiten Mal konnte der Dr. Konrad Adenauer Wanderpokal von den Blauen Jungs und ihren Mariechen mit nach Lövenich genommen werden.
Ingrid Rey holte den zweiten Platz im Wettbewerb der Tanzmariechen.
1971
Dieter Heiser, der für eine Zeit pausierte, bildete Achim Schönberg, ein Tanzkorpsmitglied aus den Reihen, zum Tanzoffizier aus. Durch das fachmännische Können und der Obhut von Dieter Heiser sowie das tänzerische Vermögen von Achim Schönberg, stand in kurzer Zeit wieder ein neuer Tanzoffizier auf den Brettern.
Beim internationalen Wettstreit in Bonn, konnte trotz des Wechsels zum dritten Mal der begehrte Dr. Konrad Adenauer Wanderpokal errungen werden.
Ingrid Rey und Renate Schönberg belegten im Wettstreit der Tanzmariechen Platz 3 und 4.
Leider musste Achim Schönberg seine Laufbahn als Tanzoffizier frühzeitig beenden, weil eine Knieverletzung ihn außer Gefecht setzte.
Dieter Heiser übernahm sofort wieder die Stelle des Tanzoffiziers und wurde zum Symbol des Ordens der KG mit dem Motto „Got Duve kumme widder“.
1972-1975
Auf Grund dieser Erfolge, wurde das Tanzkorps noch mehr gefragt und weit über die Grenzen der Gemeinde bis nach Dortmund, Essen, Münster und Bremen verpflichtet.
Trotz dieser vielen Verpflichtungen, die Entbehrungen und persönliche Opfer mit sich brachten, war es für das Tanzkorps in den einzelnen Sessionen eine Selbstverständlichkeit, Altersheime, Altenfeste, sowie körperlich und geistig behinderte Kinder-z. B. Die Aktion Sorgenkind- zu besuchen.
Auch mit den Partnergemeinden Diepenbeek/Belgien, Igny/Frankreich und Benfleet/England wurden rege Kontakte geknüpft, wobei auch gegenseitige Besuche (die vielen auch heute noch in bester Erinnerung sind) unternommen wurden.
Für das Tanzkorps wurden die an den Karnevalssonntagen durchgeführten Ehrenbesuche eine Tradition.
So wird das Motto des Tanzkorps „Freude bringen-Freude geben“ damals heute und auch in Zukunft weiter in die Tat umgesetzt.
Von 1961-1975 wurde das Tanzkorps Blaue Jungs vom Kommandanten Andreas Schneider geführt. Viele herrliche Stunden der Freude und Erinnerung blieben haften als Andreas Schneider im Jubiläumsjahr Abschied nahm. Mit einem lachenden und weinenden Auge, mit Stolz und Dankbarkeit wünschte Andreas Schneider den Blauen Jungs weiterhin „Gute Fahrt und Ahoi“.
1975-1979
Das 25 jährige Jubiläum wurde am Sonntag den 19.01.1975 gebührend gefeiert. Zum groß angelegten Tanzkorpsfreundschaftstreffen kamen Tanz- und Musikkorps aus Stadt und Land, um die Gratulationen entgegen zu bringen.
Alle Tanz- und Musikkorps erhielten als Andenken einen Pokal und den Jubiläumsorden des Tanzkorps. Andreas Schneider wurde zum Ehrenkommandanten des Tanzkorps ernannt.
Zum 25 jährigen Jubiläum gab es, ausschließlich, für die Mitglieder des Tanzkorps und den geschäftsführenden Vorstand der KG ein ganz besonderes Geschenk.
Es wurde ein Orden, das sogenannte „Bullauge“ geschaffen, der in der Mitte ein Bild des Tanzkorps im Jubiläumsjahr zeigt.
Was lag näher als nach dem Ausscheiden von Andreas Schneider, die Geschicke des Tanzkorps in die Hände eines erfahrenen Tänzers und langjährigen Tanzoffizier (15 Jahre) zu legen, nämlich Dieter Heiser, der die bisherigen Erfolge des Tanzkorps miterleben und der durch sein tänzerisches Können dem Tanzkorps selbst noch mehr Aufschwung vermitteln konnte.
So wurde Dieter Heiser einstimmig zum neuen Kommandanten gewählt.
Zur gleichen Zeit wurde Bernd Fassbender, der aus den Reihen des Tanzkorps kam, als Tanzoffizier ausgebildet.
Die bestehenden Tänze wie Alte Kameraden sowie der Schiffsjungentanz wurden von Dieter Heiser ganz neu umgestellt. Desweiteren wurden von ihm zwei neue Tänze einstudiert die großen Anklang fanden.
Das Tanzkorps „Blaue Jungs“ erwies sich immer noch als eines der Besten.
Trotz Mariechenwechsel-Karina Bohnen heiratete nach Gießen-traten kurz entschlossen Cornelia Zielonka und Brigitte Schimonek dem Tanzkorps bei und wurden als Tanzmariechen von Dieter Heiser ausgebildet.
In den vier Jahren harter Arbeit konnten mit den neuen Tänzen bei einem Tanzkorpswettstreit in Euskirchen der 2.Platz, beim internationalen Tanzkorpswettstreit in Bonn in der Beethovenhalle der 5.Platz und bei der deutschen Meisterschaft in Offenbach am Main der 3. und bei der Europameisterschaft in Offenbach der 5. Platz errungen werden.
Auch das soll festgehalten werden, dass durch den unermüdlichen Einsatz des Tanzmariechens Brigitte Schimonek und des Kommandanten Dieter Heiser, der in den Reihen mittanzte, durch Überanstrengung ins Offenbacher Krankenhaus eingeliefert werden mussten.
Tanzoffizier Bernd Fassbender und Tanzmariechen Cornelia Zielonka tanzten alleine weiter und verhalfen den Blauen Jungs zum 5.Platz.
Nach kurzer Behandlung im Krankenhaus konnten beide aber wieder mit den Blauen Jungs die Fahrt nach Lövenich fortsetzen.
Leider musste Brigitte Schimonek aus Gesundheitsgründen das Tanzkorps verlassen.
Ebenfalls schied Tanzoffizier Bernd Fassbender aus dem Tanzkorps aus. An seiner Stelle übernahm Hans Poulheim das Amt des Tanzoffiziers, nach dessen Ausscheiden schloss Gerd Lansen durch sein tänzerisches Talent die Lücke.
Somit stand mit Cornelia und Gerd Lansen erstmalig ein Ehepaar auch als Tanzpaar auf den Bühnen, gemeinsam mit den Blauen Jungs.
(Erwähnen sollte man hierbei noch dass die Hochzeit des Tanzpaares wohl für alle Gäste unvergesslich bleiben wird)
Der Erfolg konnte nur durch Idealismus, Fleiss und Aufopferung gebracht werden.
Die Wirklichkeit sah jedoch oft ganz anders aus.
Wenn neue Tanzkorpsmitglieder die Tänze einstudiert hatten wurden sie zum Bund eingezogen so dass gezieltes Proben und ein erfolgreiches Abschneiden oft erschwert wurden.
1980-1989
Das 30 jährige Jubiläum des Tanzkorps wurde mit einer großen Tanzkorps- und Musikshow am Sonntag den 20.01.1980 in der Mehrzweckhalle in Weiden gefeiert.
Diese Show war ein Feuerwerk der guten Laune und bleibt auch heute noch bei allen Beteiligten in nur all zu guter Erinnerung.
Von nah und fern kamen viele Tanzkorps Garden und Musikzüge um den Blauen Jungs zu gratulieren und die Ehre zu erweisen und an diesem Tag aufzutreten.
Als Geschenk erhielten die Auftretenden ein Paddel zur Erinnerung an diesen Tag.
Es wurde ein unvergesslicher Tag für alle, und noch lange sprach man in Lövenich von diesem großen Ereignis.
Dieter Heiser führte das Tanzkorps als Kommandant, und mit den Mariechen Cornelia Lansen, Mathilde Fassbender und Renate Lüdke, sowie dem Tanzoffizier Gerd Lansen wurden Jahr für Jahr viele Auftritte absolviert und die Tänze des Tanzkorps weiter ausgebaut und immer wieder verbessert.
Auftritte in den großen Sälen Kölns wie z.B. den Sartory Sälen, dem Gürzenich, der Börse oder aber auch in der „Lachenden Sporthalle“ waren an der Tagesordnung und während der Session war vielfach der Termindruck so hoch das es nur den kühnen Fahrkünsten des Busfahrers zu danken war das man pünktlich am nächsten Ort ankam.
Außerhalb der Session fuhr man nach Diepenbeek um dort Karneval zu feiern, und Auftritte zu absolvieren.
Reisen nach England, Belgien und Holland aber auch quer durch ganz Deutschland standen an um Auftritte zu absolvieren und so den Namen des Tanzkorps überall bekannt zu machen.
Es war eine Zeit des Ruhms und der Erfolge für das Tanzkorps was den Zusammenhalt untereinander umso mehr förderte.
Nicht nur im Karneval fand man zusammen, es wurde zusammen Geburtstage gefeiert, bei Polterabenden und Hochzeiten war das Tanzkorps immer wieder ein gern gesehener aber auch gefürchteter Gast.
Zum einen weil auf einem Polterabend schon einmal vom Dach eines Hochhauses in Weiden Säcke Weise Pilsglasringe und geschreddertes Papier auf die Wiese und die Bäume verteilt wurden, wo man auch heute noch selten gewachsene Pilsglasring-Gewächse findet.
Zum anderen aber weil man auf einer Hochzeit kurzerhand die Pferde der Brautkutsche schonen wollte und die Tänzer des Tanzkorps eingespannt wurden und so das Brautpaar gezogen haben.
Zum Kaffee ließ es sich ein Tänzer nicht nehmen ein Pferd in den Saal zu bringen um dort den Durst des Tieres mit Bier zu stillen.
Immer wieder gab es einen Wechsel der Tänzer und auch der Mariechen, so verließen Cornelia Lansen, Mathilde Fassbender und Renate Lüdke nach und nach das Tanzkorps und Michaela Heiser und Martina Stommeln wurden als neue Tanzmariechen ausgebildet.
Auch der Tanzoffizier Gerd Lansen verließ das Tanzkorps, hier beschlossen aber die Mitglieder des Tanzkorps das ab jetzt kein neuer Tanzoffizier mehr ausgebildet wird, sondern das es ab jetzt zwei gleichberechtigte Tanzpaare im Tanzkorps geben wird.
Der Name des Tanzkorps Blaue Jungs hatte ein Gewicht und das nicht nur im Heimatort Lövenich, auch in Köln wurde man immer sehr wohlwollend begrüßt und die Auftritte stets mit Bewunderung aufgenommen.
Natürlich nahm das Tanzkorps, von Anfang an, auch an den Karnevalszügen im Heimatort teil um sich so der Bevölkerung zu präsentieren.
Das Tanzkorps blieb seinem Heimatort Lövenich immer wohlgesonnen und wann immer die Mitglieder des Tanzkorps in Lövenich auftraten wurden sie bejubelt.
In der Session 87 wurde das Tanzkorps bei seinem Auftritt in der Bonner Beethovenhalle kurzerhand vorher geschminkt und niemand wusste so recht mit dieser Situation umzugehen bis man erfuhr dass unser Tanzkorps sich plötzlich auf der Fernsehsitzung von RTL befand, das Tanzkorps wurde nach seinem Auftritt frenetisch gefeiert.
Es gab einen steten Wechsel der Tanzkorpsmitglieder durch Heirat oder Einberufung aber immer wieder fanden sich schnell neue junge Männer ein um Mitglied im Tanzkorps zu werden.
Damals wie heute war es eine Ehre und Selbstverständlichkeit für junge Männer aus Lövenich und Umgebung Mitglied in DEM Tanzkorps Blaue Jungs zu werden.
1986 wurden Verbindungen mit einem Karnevalsclub in Calpe/Spanien geknüpft und bereits 1987 reisten viele aktive Tänzer und ebenso Mitglieder der KG am Donnerstag nach Aschermittwoch ins sonnige Spanien um dort Karneval der besonderen Art zu feiern.
Mit Karnevalisten aus Mainz, Düsseldorf, Köln und auch aus der damaligen DDR wurde eine Sitzung abgehalten die nicht nur die deutschen Karnevalisten begeisterten, nein, auch die Spanier waren hellauf begeistert von dem was man da geboten bekam.
Sogar ein Karnevalszug ging durch die Stadt und unser Tanzkorps nahm, weil ein Bagagewagen fehlte, kurzerhand eine Schubkarre kleidete diese mit Palmenblättern aus und erlebte einen Karnevalszug wie man ihn vorher noch nie gesehen hatte.
Heinz Kaiser der die Schubkarre durch Calpe schob hatte seine wahre Mühe und Not das ihm die Kinder nicht auch noch die Kamelle aus der Hand rissen,
Es wurde für alle Beteiligten eine unvergessliche Reise, und auch hier wurden wieder neue Freundschaften geschlossen.
Es sollte nicht das letzte Mal sein das man Calpe gesehen hat.
Zurück aus Calpe dann kam es auf dem Korpsabend, die Versammlung nach der Session, einen Umbruch im Tanzkorps, denn viele Tanzkorpsmitglieder verließen das Tanzkorps und es klaffte ein Loch in den Reihen der Tänzer.
Durch die Unterstützung der verbliebenen Tänzer konnten aber neue Tänzer aus den Familien, Klassenkameraden und aus dem Freundeskreis rekrutiert werden, so dass die Lücke schnell wieder geschlossen wurde.
Petra Hoffmann wurde jetzt als 3. Tanzmariechen ausgebildet.
Nach dem Ausscheiden von Martina Stommeln standen nun Michaela Heiser und Petra Hoffmann als Tanzmariechen gemeinsam mit dem Tanzkorps auf den Bühnen.
Als Willy Millowitsch seinen 80. Geburtstag auf dem Alter Markt feierte, durfte natürlich das Tanzkorps und die KG, aus seinem Heimatort Lövenich, nicht fehlen.
In der Kutsche wurde er im Triumphzug quer durch Köln gezogen und dabei frenetisch gefeiert, und durch verschiedene Auftritte vorher extrem unter Zeitdruck geraten, kam das Tanzkorps dennoch rechtzeitig um Willy Millowitsch zum Alter Markt zu geleiten
Jahrelang war es der Traum einiger Mitglieder der KG gewesen ein Kindertanzcorps zu gründen und dies den Lövenicher Neustädtern anzugliedern.
Nach langer Planung und vielen Überlegungen aber natürlich auch nach vielen Überredungskünsten um das geplante durchzusetzen, war es dann 1987 soweit, das Kindertanzkorps wurde gegründet und die Planungen für die Uniformen der Kinder und das Einstudieren liefen auf Hochtouren.
Viele Mitglieder waren direkt hin und weg von dem Gedanken, andere wiederum waren nicht so begeistert von dem Gedanken.
Besonders durch den damaligen 1.Vorsitzenden H.P. Spann wurden die Bemühungen unterstützt.
Kinder waren gefunden um die Reihen des Kindertanzcorps zu füllen und auf der 11. Im 11. Feier war es dann soweit unser Kindertanzcorps war mit Uniformen ausgestattet, die unserem Tanzkorps ähneln, und waren fortan unter dem Namen „Kajüttemüsjer“ im Karneval unterwegs um jung und alt mit ihren Tänzen zu begeistern.
Dieter Heiser übernahm die Leitung der Kajüttemüsjer, Michaela Heiser übernahm die Choreographie der Tänze.
Der intensiven Unterstützung der Eltern unseres Kindertanzkorps war es zu verdanken dass unsere Kajüttemüsjer nie Schiffbruch erlitten haben.
Natürlich gab es auch hier und da Startschwierigkeiten und es war sicherlich nicht immer leicht alle Pläne für das Kindertanzkorps auch so durch zu setzen, aber es wurde ein weiteres Schmuckstück am Familienjuwel der KG erschaffen was auch heute noch glänzt.
1990-2000
Nachdem man schon 1987 Calpe besucht hatte so wollte man im Jubiläumsjahr 1990 nochmal die Stadt am Meer besuchen und mit den Spaniern und anderen Freunden aus Köln, Düsseldorf und Mainz im sonnigen Calpe Karneval feiern.
Viele Tänzer und aktive Mitglieder mit ihren Frauen erklärten sich spontan bereit mit zu fahren und das Tanzkorps so zu unterstützen.
Am Donnerstag nach Aschermittwoch war der Bus beladen und durch unsere beiden Küchenchefs Heinz Kaiser und Hermann Reuter wurde die Fahrt bis Calpe zu einem kulinarischen Ereignis.
Es wurde extra eine Sitzreihe ausgebaut um ein handgefertigtes Küchenmöbel einzubauen, und von einem Ei mit Senf über einem beidseitig geschmierten Platzbutterbrot bis hin zum Kaffee oder zur Brühe waren die beiden pausenlos im Einsatz um den Hunger und den Durst der Mitreisenden zu stillen.
In Calpe angekommen war dann der Bungalowpark Calpe Park für 10 Tage unser Zuhause und es wurde abermals eine unvergessliche Tour für alle die mitgereist waren.
Sei es die Sitzung am Samstag mit den deutschen Karnevalisten, die Sitzung am Sonntag mit den Einheimischen oder auch der Zug durch Calpe der alle einfach für diese Stadt begeisterte.
Erwähnen sollte man aber auch das unser Tanzkorps kurzfristig den Vorraum des Speisesaals umfunktionierte und so mit allen Mitreisenden und dem Tanzkorps „Au Ülle“ aus Würselen eine eigene Sitzung veranstaltete, was dann so endete das 2 Tänzer rutschend unter dem Tisch lagen und wiederum andere singend an den Marterpfahl gebunden wurden.
Es sollen sogar in der Nacht noch Zimmermänner in einem Bungalow unterwegs gewesen sein die ein Brett an die Wand schraubten und es kurz danach wieder abschraubten, so erzählt man sich.
Noch heute erinnert man sich gerne an diese schöne Fahrt.
1990 wurde das 40 jährige Jubiläum des Tanzkorps, zusammen mit dem Sommerfest der KG im Zelt auf der Wiese der Familie Göbel gefeiert.
Viele Freunde des Tanzkorps fanden den Weg nach Lövenich um ihre Glückwünsche zu überbringen
Mit viel Musik Tanz und Gesang ließ man 40 Jahre Revue passieren und feierte so das Tanzkorps bis in den frühen Morgen hinein.
Manch einer ließ in der Feierlaune diesen Tag auch im gut beheizten Schwimmbad ausklingen.
1992 und 1994 wurde die Fahrt nach Calpe noch einmal wiederholt und immer wieder fanden sich sehr schnell aktive Mitglieder mit ihren Frauen die sofort zusagten um das schöne Calpe noch einmal zu sehen.
Unvergessen ist hier natürlich die Fahrt 1992 wo man viele Größen des Kölner Karnevals kennenlernte, wie z.B. Fritz Schopps, Maritta Köllner und und und.
Mit lieben Freunden wie den Kölschen Domputzern oder den Steinebrücker Schiffermädcher wurde diese Fahrt mit Sitzungen und einem Karnevalszug, bis hin zum Verbrennen des Nubbels am Dienstag in Calpe am Hafen, abermals ein wunderschönes Erlebnis.
Natürlich erinnern sich noch alle Mitreisenden an die Schweizer Guggemusik und an Josef Schick und Fritz Graf die mit Riesensombreros die Gaststätte Schlafmütze zu einer Lövenicher Stammkneipe umfunktionierten und alle dem Alleinunterhalter die unterschiedlichsten Lieder beibrachten und ihn sozusagen einbürgerten.
1994 wurde dann ein Jahr des Umbruches für das Tanzkorps, Kommandant Dieter Heiser legte sein Amt nieder und einige Tänzer ebenso.
Das Tanzkorps war führungslos und von Seiten des Vorstandes der KG wurde überlegt wer die Nachfolge von Dieter Heiser antreten sollte, viele Namen fielen, aber es fiel keine Entscheidung in dieser Hinsicht.
Nach endlosen Diskussionen und Unstimmigkeiten kam es dann wie es kommen musste und der größte Teil der Tänzer verließ schließlich auch das Tanzkorps und auch wenn es schmerzte aber das Tanzkorps stand kurz vor dem Aus.
Man versuchte einiges aber viele Gerüchte, auch aus den eigenen Reihen, das Tanzkorps würde nicht mehr existieren, erschwerten die Auftrittslage umso mehr.
Jetzt hieß es einen kühlen Kopf bewahren und nicht die Nerven verlieren wollte man das Tanzkorps weiter aufrecht erhalten.
Es wurden einige junge Tänzer gefunden und nachdem sich der Vorstand der KG bemühte den verbliebenen Mitgliedern des Tanzkorps so gut es ging unter die Arme zu greifen, konnte das schlimmste verhindert werden, denn das Tanzkorps blieb bestehen.
Thomas Schlüssel übernahm das Training des Tanzkorps und versuchte die Choreographie der Tänze weiter auszubauen.
1995 übernahm Markus David als Kommandant die Leitung des Tanzkorps Blaue Jungs und rekrutierte weiter junge Männer um die Reihen des Tanzkorps wieder zu füllen.
Hatte sich das Tanzkorps gerade wieder etwas gefangen und die Lücken geschlossen ereilte es auch schon wieder die nächste Hiobsbotschaft, denn abermals traten verschiedene Mitglieder des Tanzkorps aus und auch dieses Mal war das Ende des Tanzkorps zum greifen nahe.
1997 beschloss man das Tanzkorps für ein Jahr nicht auftreten zu lassen um so etwas Ruhe in diese Situation zu bringen und um sich nach neuen Tänzern und Tanzmariechen umzuschauen.
Es wurden für ein Jahr alle Auftritte abgesagt und keine neuen angenommen.
Das Jahr Pause tat dem Tanzkorps gut und wieder einmal fanden sich junge Menschen zusammen um dem Tanzkorps wieder Leben einzuhauchen und nach mehr als 40 Jahren ging es wieder los.
Natürlich gab es zu diesem Zeitpunkt viele Meinungen die am liebsten gesehen hätten wenn das Tanzkorps für immer pausiert hätte, aber es gab, wie zu jeder Zeit, einige wenige Unterstützer von Seiten der KG die dem Tanzkorps weiter zur Seite standen.
Hier sei ganz besonders der Ehrenvorsitzende der KG, Josef Schick, erwähnt der es sich nicht nehmen ließ, auch im hohen Alter, alles für sein Tanzkorps zu tun um es wieder in die richtige Fahrrinne zu setzen.
Ihm zur Seite stand der damalige 2.Vorsitzende Wolfgang Nebel, der wie auch Josef Schick ein glühender Anhänger des Tanzkorps war und somit gemeinsam mit Josef Schick nun als Unterstützer erster Klasse für das Tanzkorps einzustehen.
Es wurde Geld gesammelt wo es nur ging, Auftritte egal wo auch immer arrangiert und natürlich wann immer man die Möglichkeit dazu hatte auch neue Tänzer rekrutiert und ausgebildet.
Diese besondere Unterstützung durch die Herren Nebel und Schick sollte sich auszahlen, denn das Tanzkorps startete neu durch!
1998 war unser Kindertanzkorps bereits 10 Jahre jung, und viele Kinder der Kajüttemüsjer wuchsen im Kindertanzcorps zu wahrer Größe im Karneval heran, und so war es nicht selten das eines der Mädchen nach der Zeit im Kindertanzkorps in einem der großen Traditionscorps des Kölner Karnevals tanzen konnte, oder aber Tanzmariechen in unserem Tanzkorps wurde.
2000-2010
Zum 50 jährigen Jubiläum unseres Tanzkorps wurde am Karnevalssamstag vor dem Kostümball im Casino der KG ein Festkommerz zu Ehren des Tanzkorps abgehalten.
Auf der Bühne wurde eine journalistische Unterhaltung mit ehemaligen Kommandanten und Tänzern und Tanzmariechen geführt um so an die Anfänge die guten und die schlechten Tage des Tanzkorps zu erinnern.
Auf dem anschließenden Kostümball wurde das Tanzkorps dann ausgiebig gefeiert und viele ehemalige Tänzer, Tanzmariechen + Tanzoffiziere fanden sich ein um ihrem Tanzkorps die Ehre zu erweisen.
Im Jahr 2000 verstarb an Weihnachten ein großes Mitglied unserer KG, Andreas Schneider, der nicht nur Kommandant des Tanzkorps war sondern mit seiner Redegewandheit als Präsident der KG unsere Sitzungen über Lövenich hinaus bekannt machten.
Ihm zu Ehren fanden viele aktive Mitglieder aber noch mehr ehemalige Tänzer des Tanzkorps den Weg zum Lövenicher Friedhof um ihm die letzte Ehre zu erweisen.
Ein eiskalter Tag im Januar ließ alle Freunde der KG des Tanzkorps und von Andreas Schneider auf dem Friedhof zusammen rücken, aber der Friedhof platzte dennoch aus allen Nähten.
Ein letztes Mal hörten alle sein unverkennbares „Liebe Freunde des rheinischen Karnevals“ und viele Tränen flossen.
2003 feierte die KG ihr 100 jähriges Jubiläum und lud zu einem großen Festkommerz in das Casino der KG ein.
Leider wurde diese Feier überschattet durch den Tod eines langjährigen Kommandanten des Tanzkorps, Literat und Zugleiter, Franz Kessler.
Die „Ent“ hatte sich noch soviel vorgenommen aber leider hatte er nicht mehr die Zeit all dies zu verwirklichen, wieder einmal fanden aktive Mitglieder und ehemalige Tänzer sich zu einem traurigen Ereignis zusammen und unter vielen Tränen wurde Franz Kessler in Weiden beerdigt.
Leider war das nicht das einzige traurige Ereignis in diesem Jahr, denn mit Josef Schick dem langjährigen 1.Vorsitzenden der KG verstarb im August 2003 einer der größten Unterstützer die das Tanzkorps in seiner Laufbahn hatte.
Auf seinem letzten Gang begleiteten ihn viele aktive Mitglieder und ehemalige Tänzer und wie schon bei Andreas Schneider und Franz Kessler wurde es eine Beerdigung die nicht alltäglich ist.
Wie schon zu Lebzeiten, so auch jetzt im Tod war das Dreigestirn der Lövenicher Neustädter wieder vereint und wir sind uns sicher das oben im Himmel 3 Mann jedes Jahr kräftig Fastelovend feiern und die Lövenicher Ecke im Himmel immer wieder raderdoll ist.
Ein Orden der KG zierte 2005 das Konterfei unseres sogenannten Dreigestirns, dieser Orden war ein Dank für alles was die drei für unser Tanzkorps und die KG geleistet haben.
2003 übernahmen Claudia und Aldo Minerwino die Choreographie und das Training des Tanzkorps und wieder einmal begann eine neue tänzerische Ära für unser Tanzkorps.
Es wurde noch mehr trainiert und viel Schweiß Arbeit und Mühe investiert um die Tänze des Tanzkorps neu zu arrangieren, es wurde neue Musik eingespielt um die Auftritte des Tanzkorps wieder perfekter zu gestalten.
Ebenso wurde ein neuer Tanz einstudiert der mit noch mehr Akrobatik das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hinreißen sollte.
Jahrelang hatte man vergeblich versucht aus dem Tanzkorps ein gemischtes Korps zu machen, war aber immer wieder an den unterschiedlichen Meinungen gescheitert und hatte so jahrzehntelang die Männerdomäne innerhalb des Tanzkorps gefestigt.
Um aber der heutigen Zeit gerecht zu werden entschloss man sich aus dem reinen Männertanzkorps ein gemischtes Tanzkorps zu machen, der Name „Blaue Jungs“ aber sollte weiter bestehen bleiben.
Gesagt getan wurde dies auch in die Tat umgesetzt, anfangs skeptisch von vielen beobachtet sollten aber die Befürworter dieses waghalsigen Schrittes Recht behalten.
Nach Probetraining und einem Ausschlussverfahren fanden sich viele neue Tänzer und Tänzerinnen ein und das Tanzkorps geriet zu einer nie da gewesenen Größe von nahezu 40 Mitgliedern.
Nach der Session 2005/06 machte man sich am Donnerstag nach Aschermittwoch, nach langer Pause, wieder einmal auf nach Spanien um in Calpe Karneval zu feiern.
Es wurde für die vielen jüngeren Mitglieder des Tanzkorps, aber auch für einige altgediente eine wunderschöne Tour wo man gemeinsam feierte und Calpe entdeckte.
Wenn auch kürzer als bei den vorherigen Touren nach Calpe so stärkte aber diese Fahrt wieder einmal mehr den Zusammenhalt in der Gruppe.
Und auch hier kam es wie es kommen musste denn so manch einer fand heraus dass Sterne nicht nur am Himmel stehen und andere entdeckten neue Verwendungsmöglichkeiten für eine Vase.
Wie man mit einer nassen Backe umgeht wurde dann auch herausgefunden.
2006 legte Dieter Heiser die Leitung des Kindertanzcorps nieder und Uli Holzhüter übernahm die Leitung der Kajüttemüsjer.
Auf der 11.im 11. Feier wurde Dieter Heiser von den Kindern und den Eltern der Kajüttemüsjer, als auch von der KG für seine jahrelange Unterstützung des Kindertanzkorps gedankt.
Beim Prinzenfrühstück des Jahres 2007 war eine Abordnung unseres Tanzkorps dabei als sie engelsgleich mit anderen Kölner Tanzkorps das neue Motto des Kölner Karnevals bekannt gaben.
2008 durften Mitglieder unseres Tanzkorps abermals mit anderen Kölner Tanzgruppen auf der Prinzenproklamation im Gürzenich zu Köln zu Ehren des Kölner Dreigestirns in Engelskostümen tanzen, ein wahrhaft himmlisches Vergnügen!
Nach einem hervorragenden Auftritt in der Philharmonie war der Höhepunkt dann der Auftritt unseres Tanzkorps auf der Fernsehsitzung des Festkomitees Kölner Karneval, wo man auch den Präsidenten des Festkomitees zum Mittanzen aufforderte.
Im Laufe der vergangenen 60 Jahre zierte unser Tanzkorps, aber auch unser Kindertanzkorps mehrfach den Sessionsorden der KG, um so den Stolz der KG auf seine beiden Tanzkorps ganz besonders hervorzuheben.
Im Jubiläumsjahr hat sich die KG etwas ganz besonderes einfallen lassen und hat das sogenannte „Bullauge“ noch einmal auferstehen lassen.
Dieses zeigt im oberen Bild unser Tanzkorps Blaue Jungs und im unteren Bild das Kindertanzkorps Kajüttemüsjer.
Dies soll zeigen wie stark das Kindertanzkorps als auch das Tanzkorps mit der KG verknüpft sind und noch einmal den Stolz auf solche Juwelen in einer Familiengesellschaft ausdrücken.
Im Laufe der Jahre wurden viele Freundschaften mit anderen Tanzkorps geknüpft die über Jahre hinweg, in guten und schlechten Jahren, bestand hatten und die zum Teil auch heute noch immer bestehen.
Hier genannt seien einige wenige, wie z.B. die Torwache Köln, Tanzgarde Lommersum, Kammerkätzchen und Kammerdiener, Kölsche Domputzer.
Die wohl engste Freundschaft mit unseren Blauen Jungs besteht seit mehr als 30 Jahren mit den Westerwaldsternen aus Uckerath, worauf beide Tanzkorps besonders stolz sind, und die man ganz besonders erwähnen soll.
Seit 22 Jahren besteht nun das Kindertanzkorps Kajüttemüsjer und in diesen 22 Jahren haben über 100 Kinder bisher schon für das Kindertanzkorps getanzt.
Viele der Kinder haben, wie schon erwähnt, den Weg in andere Tanzkorps oder aber auch in unser eigenes Tanzkorps gefunden, wo auch momentan 6 unserer ehemaligen Tänzerinnen des Kindertanzkorps aktiv sind.
Auch wenn das Kindertanzkorps so manche Stürme in den letzten Jahren überstehen musste so können wir nur Danke sagen für alle die das Kindertanzkorps zu dem gemacht haben was es heute ist.
Ebenso gilt ein großes Dankeschön den Eltern der Kinder für alle Unterstützung unserer Kinder in der Vergangenheit aber auch in der Zukunft.
Und allen Unkenrufen zum Trotz unser Kindertanzkorps Kajüttemüsjer ist und bleibt ein Schmuckstück unseres großen Familienschmuckstücks, und wir sind stolz auf solch eine Vergangenheit zurückblicken zu können.
Seit 60 Jahren besteht nun auch unser Tanzkorps Blaue Jungs und auch hier haben im Laufe der Jahre über hundert Tänzer, Tanzoffiziere und Tanzmariechen unser Tanzkorps mit ihrem tänzerischen Können bereichert.
Auch wenn leider schon einige ehemalige Mitglieder des Tanzkorps nicht mehr unter uns sind, so verbindet alle ehemaligen Mitglieder ihr ganzes Leben lang ein ganz besonderes Band des Stolzes einmal Mitglied im Tanzkorps Blaue Jungs gewesen zu sein.
Immer wieder galt es Klippen zu umschiffen oder Stürme zu überstehen, aber immer wieder fanden sich umsichtige Mitglieder die das Tanzkorps unterstützt haben um es niemals untergehen zu lassen.
So bleibt uns heute nur all denen Danke zu sagen die über Jahre und Jahrzehnte unserem Tanzkorps treu ergeben waren, die unser Tanzkorps und somit auch die KG in Stadt und Land bekannt gemacht haben und die unser Tanzkorps mit zu dem gemacht haben was es heute ist.
Auf das wir noch viele Jahre voller Stolz auf so ein einzigartiges Tanzkorps blicken können.
Danke!




